Samstag, 4. September 2010

RaA2010 - So war's (Zusammenfassung)


Liebe X-Dream Fans, Freunde und Beobachter,

das RaA 2010 ist Geschichte, auch für uns. Mit nun etwas mehr als einer Woche Abstand, lest ihr nun den letzten Bericht zu unserem RaA2010 Abenteuer. Alle die uns kennen wissen warum das
2010 betont wird. Was jedoch schon wieder in unserem Hinterkopf vorgeht bleibt vorerst einmal geheim. Frei nach Wolfgang Fasching: "Visionen erst kommunizieren und weitergeben, wenn sie zu einer konkreten Idee geworden sind". Bis dahin aber noch mein Fazit zu unserem RaA Abenteuer.


Begonnen als verückte Idee eines Einzelnen und erfolgreich beendet mit der Hilfe von vielen Freunden. So könnte die Überschrift lauten. Knapp ein Jahr ist es her, als wir mit den ersten Vorgesprächen und Planungen begonnen haben. Und es war keine leichte Organisation. Mit vielen X-Dream Fahrern und vor allem Helfer zwei Teams vorzubereiten, zu organisieren und schließlich 4 Tage während des Rennens in ständiger Bewegung zu halten, ist eine durchaus große Herausforderung. Noch dazu so quasi nebenbei zu Job, Familie, Training und sonstigen Interessen.



Eines jedoch gleich vorweg: es hat Spaß gemacht und der Zusammenhalt in unserem Team ist nach dem Rennen ungleich größer als vor dem Rennen. Schließlich haben wir eines gelernt: ein Abenteuer wie das RaA ist nur mit einem starken Team zu schaffen. Wenn das "Rundherum" nicht passt, können die Radfahrer noch so dicke Oberschenkel haben, es ist nahezu nicht zu schaffen.
Das mußte leider auch unser 2.Team erfahren. Logistikprobleme die vor allem in extremen Schlafmangel führten, war aus meiner Sicht die Hauptursache der schlußendlichen Aufgabe des Rennens. Trotzdem an dieser Stelle meine Hochachtung vor der Leistung meiner Teamkameraden, so weit muß man erst einmal kommen. Ihr habt gekämpft und ich bin mir sicher, dass es für einige von euch nicht das letzte RaA Abenteuer war. Kopf hoch.

Jetzt aber zu unserem Team. Begonnen mit kleinen Pannen wie z.B. den beiden geschlossenen Bahnschranken nach 2 Kilometern bei dem wir gleich unseren Radfahrer verloren hatten. Da dachte ich "na das fängt ja gut an". Weiter mit ein paar Navigationspannen in der ersten Nacht die uns gleich mal ans Ende des Feldes gespült haben. Jedoch das Wichtigste war, das der Teamzusammenhalt von Anfang an gestimmt hat. Jedes noch so kleine Problem wurde gemeinsam gelöst oder erst gar nicht entstehen gelassen.

Die Radfahrer haben, jeder einzelne, eine unglaubliche Leistung gebracht. Egal ob es unserer Bergziege Martin fast nicht zu nehmen war, jeden noch so hohen Gipfel in Rekordzeit zu nehmen oder ob Fritz in vielen Tälern unsere Durchschnittsgeschwindigkeit wieder mal gehoben hat. Und auch Georg und ich haben uns nichts geschenkt und sind gefahren was unsere Beine hergegeben haben (wie auch der mehrtägige Muskelkater bewiesen hat ;-). Alle zusammen haben wir das Ziel in unter vier Tagen erreicht.

Doch das war der leichtere Teil wie mir scheint. Viel härter war die Aufgabe unserer Betreuer Sabine, Christian, Joe und Siggi. Mit extrem wenig Schlaf über mehrere Tage die Logistig beider Fahrzeuge zu steuern ist weiß Gott kein Honiglecken. Daneben noch für warmes Essen zu sorgen, die Einkäufe zu erledigen, die nächsten Wechsel zu planen und die gute Laune zu behalten lautete die Herausforderung.
Und eines kann ich behaupten: zu einem sehr großen Teil war die positive Stimmung von unseren Betreuern und die super Organisation aller 4 Helfer für das Erreichen des Ziels in Schärding verantwortlich. EIN RIESENGROSSES DANKE AN EUCH!!!

Die Planung und Vorbereitung des Rennens war gut jedoch natürlich nicht perfekt. Einige Dinge haben nicht funktioniert (Stromprobleme beim Laptop) einige kann man noch verbessern (z.B. Navigation). Einige Dinge sind aber auch gar nicht notwendig gewesen oder könnten einfacher gelöst werden. Aber wie überall im Leben macht die Erfahrung viel aus. Also haben wir ständig etwas dazugelernt.
Unverzichtbar war sicherlich der große Lautsprecher am Dach des Pacecars. Egal ob laute, motivierende Musik beim Anstieg zu einem Berg oder Witze die aus dem Begleitauto erzählt wurden, die Musikanlage mit Mikro im Auto hat enorme Abwechslung beim Radfahren gebracht.


All diese Organisation ist natürlich nicht umsonst. Unser gesamtes Team ist sich einig, dass ein Rennen in dieser Form ohne unsere Sponsoren nicht möglich gewesen wäre. Deshalb auch an euch ein großes DANKE für eure Unterstützung. Wir haben, so denke ich, eure Marken und Produkte gut vertreten und dies auch weit sichtbar, egal ob an unserem Trikots oder an den großen Logoaufschriften unserer Autos. Ein Film der gerade vorbereitet wird und zahlreiche Bilder werden wir in Kürze euch dazu noch nachliefern.
Ebenso soll es eine öffentliche Vorführung des Films inkl. einer Bildershow im Herbst in unserem Freizeitclub geben. Datum und Einladung folgen.

Zusammengefasst war dieses Rennen das was es zu Beginn versprochen hat: ein großes Abenteuer für uns. Sicherlich das härteste Rennen das wir in unserer bisherigen sportlichen Laufbahn gemacht haben. Aber auch eines das uns als Team zusammengeschweißt hat.

Danke an alle die uns während des Rennens angefeuert, motiviert und unterstützt haben. Wir haben dies sehr genossen. Und Danke auch an Andi, der in der nach dem ersten Renndrittel den Blog übernommen hat und euch so am Laufenden gehalten hat. Ohne Strom im Laptop war leider bei mir Funkstille.

An meine X-Dream Kameraden: ich würde jederzeit wieder mit euch gemeinsam ein solches Abenteuer starten. Auf euch ist eben verlass.
Wie sagte schon der Kaiser: "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut".

Euer
Litti